Samstag, 2. Februar 2013

Venedig sehen und ... wiederkommen


Unser erster Venedig-Besuch war mehr oder weniger zufällig. Nachdem wir mehrere Male an der Etrurischen Küste Urlaub auf dem Bauernhof (ital. Agriturismo) gemacht hatten, wollten wir doch auch einmal die Adria sehen. Also mieteten wir eine Ferienwohnung in Bibbione - und von da war es ja nicht weit nach Venedig. Wir fuhren also nach Punta Sabbioni, stellten unser Auto ab (es gibt dort einen bewachten Parkplatz, der jedenfalls 2007 noch 5 € für einen ganzen Tag kostete) und holten uns am ACTV-Schalter eine Dreitageskarte für Busse und Boote des venezianischen Verkehrsunternehmens ACTV.
Bei den drei Tagen blieb es aber nicht. Schließlich fuhren wir fast jeden Tag nach Venedig. Die Stadt ist in einigen Tagen halt nicht auszuschöpfen. Weil wir 2008 ein Haus kauften, musste die Italienreise ausfallen. Für das folgende Jahr aber suchten wir uns eine Ferienwohnung in Venedig und fanden ein Apartment im Rio Terà in Santa Croce, das nicht allzuweit vom Parkhaus am Piazzale Roma entfernt lag. Das Parken in Venedig wird allerdings für einen längeren Aufenthalt zu teuer (inzwischen kosten 24 Stunden zwischen 28 und 32 Euro!). Wir parken dort nur zum Aus- und Einladen des Gepäcks bei der An- und Abreise und bringen das Auto für die Zwischenzeit in die Garage Europa am Corso del Popolo in Mestre. Da zahlen wir für einen ganzen Monat weniger als 150 Euro und könen mit dem Parkausweis jederzeit ein- und ausfahren. Gleich an der Garage gibt es praktischerweise auch eine Bushaltestelle mit direkter Verbindung zum Piazzale Roma (Linien 4 + 4L).
San Marco San Marco (c)2012 Gunther H.G. Geick
San Marco [&copy]
Seit 2010 buchen wir immer eine Ferienwohnung für 3 - 4 Wochen, die an der Fondamenta Santa Chiara direkt am Vaporetto-Anleger Piazzale Roma liegt. Wenn wir nicht gerade am Wochenende anreisen können wir sogar direkt an der Wohnung das Gepäck asladen. Im Haus befinden sich nämlich eine Fahrschule und ein Limousinenservice, die beide Carports hinter dem Haus haben - in Venedig ist das ja nicht gerade die Regel, das man am Haus parken kann.
Praktischerweise ist der große COOP-Supermarkt an der Fondamenta Santa Chiara, der von Monag bis Sonntag bis 20:00 Uhr geöffnet hat (jedenfalls in der Saision), nur ein paar Schritte entfernt. 2008 war er täglich sogar bis 24:00 geöffnet. Der Vaporetto-Anleger liegt wie gesagt vor der Haustür (buchstäblich!, unser Hauseingang ist der gewöhnliche Aufenthalt des ACTV-Personal beim Schichtwechsel. Ohne ein "Permesso!" kommt man gar nicht an das Türschloß).
"il carrello" Photo by Gunther H.G. Geick
"Il carrello", das wichtigtste Transportmittel venezianischer Hausfrauen

Was man für einen Aufenthalt in einer Ferienwohnung in Venedig haben sollte:
  • Einen Carello, also ein Einkaufswagen oder Shopper. Aber nicht die mit den kleinen Rädern, die man bei uns hat. Die sind für die venezianischen Brücken gänzlich ungeeignet. Beim Aufstieg zieht man den Carello hinter sich her, aber gewaltfrei, das schont die Stufenkanten. Beim Abstieg hat man den Carello am besten vor sich und läßt ihn von Stufe zu Stufe herunterrollen.
    Was die Rädergröße angeht, so gilt das auch für Koffer. Die Rollen der Koffer sind gewöhnlich viel zu klein für Venedigs Brücken und auch auf dem Straßenpflaster sind sie nur schwer zu beherrschen. Wir haben auch für das Gepäck zwei zusammenlegare Carello-Gestelle und mehrere Tachen, die auf den Gestellen befestigt werden können.
    Übrigens ist es auf der Ponte della Costituzione (der sogenannten Calatravabrücke zwischen Piazzale Roma und dem Bahnhof) ohnehin verboten, mit Handkarren Lasten über 20 kg oder mehr als 1 Kubikmeter Volumen zu transportieren - bei Strafe bis zu 500 Euro!
  • Tickets für den Land- und Wasservekehr kann man online bei www.veniceconnected.com buchen. Auch Eintrittskarten für Museen, Parken am Piazzale Roma und WiFi-Zugänge kann man dort vorbestellen. Bei veniceconnected findet man auch die Adressen der lokalen Verkaufsstellen, falls man erst vor Ort die entsprechenden Tickets erwerben möchte.
  • In Italien verwendet man sogenannte Typ-L-Stecker und -Steckdosen, die es in einer 10 Ampere und einer 16 Ampere-Variante gibt. Eurostecker nach der Euronorm EN 50075 passen auch in italienische Steckdosen. Falls man aber Geräte mit den üblichen Schukosteckern mitnimmt, sollte man sich Adapter besorgen und sich nicht darauf verlassen, daß es in der Ferienwohnung Adapter gibt.
... wird fortgesetzt ...

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